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Willkommen in meinem Blog!

In meinem Blog finden Sie in regelmäßigen Intervallen interessante Erklärungen zu den Grundlagen der Astrologie, Horoskope von Promis & historischen Persönlichkeiten und vieles weiteres, das Sie interessieren könnte.

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Herbert Grönemeyer wird 60

Der deutsche Schauspieler und Liedermacher Herbert Grönemeyer feiert am 12. April 2016 seinen 60. Geburtstag. Geboren in Göttingen, verbrachte er jedoch den Grossteil seiner Kindheit und Jugend in Bochum, sodass er sich als Sohn dieser Stadt im Ruhrgebiet empfindet. Bis heute ist das Lied „Bochum“, erschienen 1984, eines seiner authentischesten.

Mit 8 Jahren erhielt Herbert Grönemeyer Klavierunterricht, und die Musik begeisterte ihn so sehr, dass er später als Pianist und Komponist ans Schauspielhaus Bochum engagiert wurde. 1979 trat er selbst als Schauspieler auf und hatte grossen Erfolg im Stadttheater Köln, obwohl er nie eine Schauspielschule besucht hatte. Er wurde als Schauspieler auch für mehrere TV-Produktionen engagiert, bei einer davon lernte er 1978 seine spätere Frau, die Schauspielerin Anna Henkel, kennen. Gleichzeitig veröffentlichte er mehrere Musikalben, zunächst ohne nennenswerten Erfolg.

Den Durchbruch als Musiker schaffte Grönemeyer, der zuvor schon als Schauspieler in dem Film „Das Boot“ so wie in der Filmbiographie über den Komponisten Robert Schumann, den er verkörperte, Bekanntheit erreicht hatte, 1984 mit dem Album „4630 Bochum“, das zum bestverkauften Album in Deutschland wurde. Ein Jahr später wirkte er in der vielbeachteten internationalen TV-Produktion „Väter und Söhne“ mit, in der unter anderem auch Julie Christie, Burt Lancaster und Bruno Ganz spielten.

Seine folgenden Musikalben sind mehr und mehr politisch geprägt und wurden ebenso erfolgreich wie auch sein erstes englischsprachiges Album „What‘s all this“. Von MTV wurde er 1994 als erster nicht englischsprachiger Sänger zu einem Konzert eingeladen.

1998 war ein Schicksalsjahr für Herbert Grönemeyer: er gründete seine eigene Plattenfirma Grönland Records, doch im selben Jahr starben innerhalb von wenigen Tagen sein Bruder Wilhelm und sein Frau Anna an Krebs. Daraufhin sagte Grönemeyer alle Auftritte und Verpflichtungen ab. Erst 2000 trat er wieder an die Öffentlichkeit und brachte das Album „Stand der Dinge“ heraus. Sein bis dato erfolgreichstes Album „Mensch“ erschien 2002, es ist das meistverkaufte Album in der deutschen Musikgeschichte, und die daraus stammende Single „Mensch“ wurde zu Grönemeyers erstem Nr. 1 Hit in Deutschland. 2004 und 2006 schrieb er Songs sowohl für die Olympischen Spiele in Athen wie für die Fussball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Die Single „Zeit, dass sich was dreht“ wurde die offizielle Hymne der WM. Am 9. Juni 2006 stellte Herbert Grönemeyer diese Hymne in der Allianz-Arena in München offiziell vor.

Mehrere erfolgreiche Tourneen und Alben später komponierte Herbert Grönemeyer den Soundtrack zu dem Agentenfilm „A Most Wanted Man“. Im November 2014 wurde Grönemeyers 14. Studioalbum Dauernd jetzt vorgestellt, das auf Anhieb Platz 1 der Charts in Deutschland, Österreich und der Schweiz erreichte und auch der Name seiner bis dato letzten erfolgreichen Tournee ist. 2015 erhielt Herbert Grönemeyer die Goldene Kamera als Bester Musiker national.

Wie sieht nun das Horoskop eines so erfolgreichen Künstlers aus?

Zunächst fällt auf, dass in Grönemeyers Horoskop das Feuer-Element dominiert. Sonne und Merkur stehen in Widder, der Aszendent in Löwe, und in seiner Nähe sind Jupiter und Pluto positioniert. Wir haben es hier also mit einem sehr aktiven, willensstarken, begeisterungsfreudigen, starken, mutigen Menschen zu tun, der seine Meinung direkt und ohne Umschweife äussert, aber auch seine Lebensfreude zur gegebenen Zeit gut ausdrückt und Sinn für Dramatik hat.

Ein Mensch mit einem Löwe-Aszendenten verkörpert Vitalität, Lebenslust und Kreativität, er will im Mittelpunkt stehen und setzt sich gerne in Szene, hat einen natürlichen Stolz und wirkt selbstbewusst, grosszügig und würdevoll. Sein Geltungsdrang könnte ihn großspurig und angeberisch wirken lassen, da er viel Anerkennung, Aufmerksamkeit und Bewunderung braucht. Mit Jupiter am Aszendenten steht wahrscheinlich Grönemeyers Optimismus und seine Weltoffenheit im Vordergrund, er wirkt lustvoll, stark und sympathisch.

Pluto, der ebenfalls am Aszendenten steht, und auch in Konjunktion mit Jupiter, ist für Grönemeyers Charisma und seine suggestive Ausstrahlung verantwortlich. Grönemeyer hat ein enormes Kraftreservoir, er setzt sich oft selbst unter Druck und wird von anderen Menschen als mächtig erlebt, kann sich aber selbst gut unter Kontrolle halten. Mit dieser Konstellation wird er überhaupt die Kontrolle nicht so leicht aus der Hand geben und sich am ehesten auf sich selbst verlassen.

Die Sonne ist bei einem Löwe-Aszendenten Geburtsherrscherin, und die steht in Grönemeyers Horoskop in Widder, wo sie erhöht ist, sodass es dem Künstler leicht fallen dürfte, sich mit gesundem Selbstbewusstsein durchzusetzen und seine dynamische, tatkräftige Persönlichkeit zu zeigen.

Allerdings ist diese an sich prächtig stehende Sonne im 9. Haus extrem verspannt, sie bildet nämlich Quadrate zu Mars und Uranus und wird von Neptun opponiert, das heisst, sie ist Teil eines grossen Spannungs-Quadrats. Ein Mensch, der ein grosses Quadrat in seinem Horoskop hat, muss ständig aktiv und in Bewegung sein, ist aber auch immer wieder mit Aufregungen, Konflikten und Krisen in seinem Leben konfrontiert, die seine ganze Persönlichkeit in eine Katastrophe stürzen können, so wie das nach den Todesfällen in seiner Familie passierte, die ihn wie ein Keulenschlag trafen, sodass er mehr als ein Jahr benötigte, bis er wieder künstlerisch tätig sein konnte.

Dass er diese Schicksalsschläge in seinem Leben verkraftet hat, liegt an Herbert Grönemeyers starkem Lebenswillen, der für einen Feuer-betonten Mensch typisch ist und ihn immer wieder ins Leben zurückführt. Grönemeyer gibt sich dementsprechend selbstsicher und eigensinnig, er hat originelle, innovative Ideen, akzeptiert aber keine Autoritäten. Mit seinem grossen Schaffensdrang ist es für ihn am besten, wenn er seine ständige innere Spannung durch Kreativität oder sportliche Leistungen konstruktiv zum Ausdruck bringen kann. Da auch Mars, Uranus und Neptun in das Spannungs-Quadrat involviert sind, kommt sicher noch eine grosse Unruhe und Ungeduld hinzu. So ein Mensch ist umtriebig, ständig auf Achse (sprich: auf Tourneen), und er lässt sich vom Erfolg auch beflügeln, eine anstrengende Tournee noch zu verlängern.

Neptun in Verbindung zu Sonne, Merkur, Mars und Uranus bringt eine sensible und mitfühlende Note in ein Horoskop, dem es am Wasser-Element mangelt. Das befähigt Grönemeyer einerseits zu seiner Darstellungskraft als Schauspieler und gibt ihm die nötige Empathie für sein soziales Engagement: Schon in den 1980-er Jahren setzte sich der Sänger für Hilfe nach Afrika ein, seit 2005 ist er Träger der Kampagne „Deine Stimme gegen Armut“, tritt aktiv und öffentlich gegen Fremdenfeindlichkeit auf und engagiert sich in seiner Heimat für die Flüchtlingshilfe.

Neptun in Opposition zur Sonne trägt aber auch zur Verunsicherung einer an sich starken Persönlichkeit bei. Nach aussen zeigt er sich zwar vital, stark und egozentrisch (Löwe-Aszendent), aber der rückläufige Neptun im 3. Haus offenbart ein geschwächtes Selbstwertgefühl, das sich bei der Selbstdarstellung häufig in Frage stellt. Dieser Neptun verleiht ihm aber ausserdem nicht nur eine soziale Ader, sondern auch ein intuitives Gespür für Texte, mit denen er als Künstler sein Publikum erreichen kann.

Apropos Künstler – wo sehen wir Grönemeyers Talent und Kreativität im Horoskop? Der Mond verkörpert unter anderem unsere Talente, und der steht in Grönemeyers Radix im musikalischen Zeichen Stier in Konjunktion zum MC. Die Musikalität ist Grönemeyer also quasi in die Wiege gelegt worden, und dass er mit diesem Talent auch erfolgreich ist, zeigt die Stellung des Mondes als höchststehender Planet, der auch für die ungeheure Popularität des Sängers zuständig ist. Aber auch die Venus ist hier beteiligt. Sie steht als MC-Herrscherin in Zwillinge im 10. Haus in enger Konjunktion mit dem absteigenden Mondknoten und zeigt somit auch ein künstlerisches Talent an, das im 10. Haus absolut berufsbezüglich ist und zum Durchbruch drängt. Mit einer Zwillinge-Venus fällt das Schreiben von interessanten Texten sicherlich leicht.

Noch ein Wort zu Herbert Grönemeyers Privatleben: Mit dem elevierten Mond am MC spielen Frauen natürlich eine grosse Rolle in seinem Leben, und es wäre ihm zu wünschen, dass er nun mit seiner neuen Partnerin, die seinem Bedürfnis nach Sinnlichkeit und Sicherheit entgegenkommt, glücklich ist. Ein erfülltes Leben und weiterhin Erfolg mit seiner Musik, das wünschen wir ihm zum 60. Geburtstag.

Über das Tierkreiszeichen Fische 2

Am 19. Februar 2016 um 6.35 MEZ tritt die Sonne in das Tierkreiszeichen Fische ein. Die genaue Zeitangabe ist deshalb von Bedeutung, weil dies von Jahr zu Jahr variiert. Es ist aber wichtig zu wissen, dass jemand der dieses Jahr am 19. Februar vor 6.35 MEZ geboren ist, noch ein „Wassermann“ ist, erst die ab und nach 6.35 Geborenen haben das Sternzeichen Fische.

Fische (19.Februar bis 20.März) ist ein veränderliches Wasserzeichen, sein Herrscher ist Neptun. Es ist das sensibelste und phantasievollste aller Zeichen. Fische-Geborene kennen ein besonderes Verbundenheitsgefühl, Mitgefühl und Anteilnahme mit anderen Menschen, daher zeigen sie meist große Hilfsbereitschaft, Hingabefähigkeit und soziales Empfinden, ebenso wie eine ausgeprägte Intuition und einen Hang zur Mystik oder zum Irrealen. Wenn Sie in diesem Zeichen geboren sind, können Sie aus unbewussten Quellen viel Kraft schöpfen. Auf der anderen Seite sind Sie so sensitiv, dass Sie auf Stimmungen und Gefühle, die rund um Sie herum sind, mit totaler Anteilnahme reagieren, und diese Empfindungen richtiggehend in sich aufsaugen und zu Ihren eigenen machen können. Darin könnte die Gefahr liegen, die eigenen Grenzen nicht mehr zu erkennen und sich zu sehr in anderen zu verlieren, was im schlimmeren Fall zu Erschöpfungszuständen führen kann. Durch die unbewusste Identifikation mit den Gefühlen anderer Menschen können Sie diese und auch deren Taten oft gefühlsmäßig begreifen, weshalb Sie auch nichts so leicht schockieren kann. Sie verstehen zwar, was Menschen tun, sind aber auch traurig über all das Schlimme, das sie tun. Da Sie sich eins fühlen mit allen, spüren Sie oft das Leid der ganzen Welt in sich. Wenn Sie Menschen nicht helfen können oder sich vielleicht enttäuscht von ihnen abwenden (aber nicht nur dann), konzentrieren Sie sich gerne auf Tiere, die Natur und die Umwelt.

Ihr Instinkt führt Sie als Fische-Geborene vielleicht dazu, sich als Opfer zu fühlen, das aufgrund seiner Gutmütigkeit von anderen ausgenützt wird, oder von Stimmungen und Launen abhängig zu sein. Ihr Leben wird oft von Träumen, Phantasien, Ängsten, Sehnsüchten und Hoffnungen beherrscht, in denen Sie nicht schüchtern oder zaghaft sind, sondern voller Kraft und Energie. Um diese Phantasien und Sehnsüchte zu unterstützen, kommt es aber auch vor, dass Sie mit bewusstseinsverändernden Drogen (wie Alkohol, LSD oder anderen Drogen bzw. auch Psychopharmaka) experimentieren, sei es, um sich auf tiefere seelische Erfahrungen einzulassen, oder um sich die raue Wirklichkeit schöner zu färben. Der Wunsch, in eine Traum- und Phantasiewelt zu flüchten, kann leider in Chaos oder Krankheit enden.

Fische-Geborene fühlen sich aber auch selbst zu Menschen hingezogen, die ein gewisses Defizit aufweisen, sei es, weil sie krank, arm, schwach oder auf irgendeine Weise bedürftig oder süchtig sind. Ihr vielfach ausgeprägtes Helfer-Syndrom bringt sie dann dazu, sich als Retter dieser armen Geschöpfe zu fühlen, was sie nicht selten in eine Co-Abhängigkeit führt.

Häufig finden wir hier aber auch ein Interesse für Esoterik, für Psychologie, Kunst und Romantik, ebenso sind oft künstlerische oder heilende Fähigkeiten, sowohl für andere als auch für sich selbst, vorhanden. Wie sonst nur Skorpion-Geborene haben auch die Fische die Fähigkeit, sich von Krankheit oder Unglück gut zu erholen und ihre Lebensgeister wiederherzustellen. Sie können sich selbst und anderen leicht ihre Fehler verzeihen und sind nicht nur empathisch für die negativen Gefühle anderer Menschen, sondern können auch an deren Glücksmomenten so teilhaben, als wären es ihre eigenen.

Die meisten Fische-Geborenen sind eher geheimnisvolle Menschen, von einer faszinierenden Aura umgeben, aber oft nicht wirklich greifbar, nicht einmal für sich selber. Es kommt vor, dass sie für sich und andere eine bestimmte Rolle spielen, oder sie nützen ihre spezielle Begabung für die Schauspielerei (besonders im Film) oder andere künstlerisch-kreative Tätigkeiten, um Traum und Leben verschmelzen zu lassen. Auch haben sie immer wieder das Bedürfnis nach Rückzug in die Stille oder in die Abgeschiedenheit der Natur oder ans Wasser, denn dort können sie Kräfte sammeln und sich regenerieren.

Zugeordnete Körperebene: Füße, Aura, Lymph- und Hormonsystem

500 Jahre Bloody Mary

Vor 500 Jahren, am 18. Februar 1516, wurde in Greenwich bei London Mary Tudor geboren, die später – 1553 – die erste gekrönte Königin Englands aus eigenem Recht (also nicht als Frau eines Königs) wurde. Trotz dieses Geburtsdatums, das noch dem Julianischen Kalender entstammt, der bis 1582 gültig war, ist sie eine Vertreterin des Fische-Zeichens, denn nach dem Gregorianischen Kalender wäre ihr Geburtstag 10 Tage später, also am 28. Februar. Dass wir ihre Geburtszeit so genau kennen, ist der Tatsache geschuldet, dass Geburten in Königshäusern seit jeher ganz genau aufgezeichnet wurden.

Mary war die Tochter von König Heinrich VIII. von England und seiner ersten Gemahlin Katharina von Aragon, somit überhaupt sein erstes Kind, das seine Kindheit überlebte (4 ältere Geschwister Marys verstarben im Kindesalter). Da ihm Katharina aber nicht den erhofften Thronfolger schenken konnte, verstieß Heinrich sie und ließ die Ehe mit ihr annullieren, um seine Geliebte Anne Boleyn zu heiraten. Das war allerdings nur möglich, da er sich nicht um die Meinung der katholische Kirche und des Papstes kümmerte, sondern eine eigene Kirche – die anglikanische – gründete, zu deren Oberhaupt er sich selbst machte.

Nachdem seine erste Ehe für nichtig erklärt worden war, verbot Heinrich Mary, die nach wie vor in einem eigenen Haushalt am Hof lebte, jeglichen Kontakt zu ihrer Mutter Katharina. An dieses Verbot hielten sich die beiden jedoch nicht, sondern korrespondierten heimlich miteinander. Ein Wiedersehen zwischen Mutter und Tochter gab es allerdings bis zu Katharinas Tod im Jahr 1536 nicht mehr.

Astrologische Interpretation:

Mary Tudor, die Tochter König Heinrichs VIII. von England und seiner ersten Frau Katharina von Aragon wurde mit einer Fische-Sonne und einem Steinbock-Aszendenten geboren.

Auf den ersten Blick fällt auf, dass Mary Tudor exakt bei Vollmond geboren wurde. Gegenüber ihrer Fische-Sonne steht der Mond im Zeichen Jungfrau. Das ist ein Hinweis darauf, dass die Persönlichkeit sichtbar gemacht und erhellt wird, was den Betreffenden viel Objektivität verleihen soll. Mit einer Fische-Sonne im 2. Haus hat sie eigentlich ein sehr schwaches Selbstwertgefühl, ist aber sensibel, einfühlsam und phantasievoll. Dazu drückt der Mond im Jungfrau-Zeichen einen Charakter aus, der bescheiden, angepasst und fürsorglich ist, sich unauffällig verhält und nicht in den Vordergrund drängt. Sie braucht das Gefühl, nützlich zu sein und gebraucht zu werden und ist imstande, sich durch Einordnung und Anpassung selbst zu finden. Auch wenn sie ihre persönlichen Bedürfnisse auf ein Minimum reduzieren kann, wird sie jedoch immer wieder ohne eigenes Zutun in Auseinandersetzungen hineingezogen. Die Vollmond-Stellung ist aber auch ein Hinweis auf sehr gegensätzliche Elternteile, deren Beziehung problematisch ist, da Sonne und Mond ja einander gegenüberstehen.

Bei der Trennung ihrer Eltern war Mary 15 Jahre alt, und während sie von ihrer Mutter die ganze Kindheit hindurch geliebt und gefördert wurde, verhielt sich ihr Vater, der König, ihr gegenüber zweideutig. Einerseits gewährte er seiner Tochter das Privileg eines eigenen Hofstaats im Fürstentum Wales, ernannte sie aber nicht zur Fürstin von Wales, was die offizielle Thronfolge bedeutet hätte. Später, als Mary ihn nicht als Oberhaupt der Anglikanischen Kirche anerkennen wollte, der die Annullierung seiner ersten Ehe mit Katharina und die zweite Eheschließung mit Anne Boleyn durchgesetzt hatte, degradierte er seine älteste Tochter und machte sie zeitweilig sogar zur Hofdame seiner neugeborenen zweiten Tochter Elizabeth. So drückt die gespannte Sonne-Mond-Position auch aus, dass Mary von ihrem Vater nicht als vollwertig akzeptiert wurde. Ihr ganzes Leben kämpft sie darum, von ihm anerkannt zu werden und den ihr zustehenden Wert verliehen zu bekommen, allerdings dauert es sehr lange, bis sie dem Druck nachgibt und sowohl die Anglikanische Kirche als auch die Ungültigkeit der Ehe ihrer Eltern und ihren eigenen Status als Bastard akzeptiert. Diese Unterwerfung sichert ihr aber letzten Endes die spätere Thronfolge.

Der Mond in Marys Horoskop steht im 8. Haus und verstärkt dadurch die Werte-Thematik, die sich ganz essentiell durch Marys Leben zieht. Die Verbundenheit mit dem katholischen Gott ihrer Kindheit bedeutet für sie den höchsten Wert in ihrem Leben, dafür ist sie bereit, auch Einschränkungen hinzunehmen. Dieses Urvertrauen in ihre religiöse Heimat (Mond Sextil Jupiter in Krebs) hat Mary ebenso von ihrer Mutter Katharina mitbekommen wie eine intensive Wahrnehmungsfähigkeit für alles, was um sie herum vorgeht (Mond in 8).

Die problematische Kindheit hat in Mary gewiss eine tiefe emotionale Unsicherheit hinterlassen (Mond Quadrat Saturn), sie hat gelernt, ihr Gesicht zu wahren und möglichst keine Gefühle zu zeigen. Doch Saturn an der Spitze des 12. Hauses ist gleichzeitig Marys Geburtsherrscher und verleiht ihr einen ungeheuren Ehrgeiz sowie die Sehnsucht nach Anerkennung und Erfolg. Wenn nötig, kann sie sich klein, fast unsichtbar machen (Geburtsherrscher in 12), z.B. als sie zur Hofdame ihrer Halbschwester Elizabeth gemacht wurde, doch sie spürt, dass ihre Zeit noch kommen wird.

Mit einem Aszendenten in Steinbock wirkt Mary nach aussen wahrscheinlich ziemlich ernst, verschlossen, misstrauisch und unzugänglich. Sie ist wenig risikofreudig und geht neue Dinge mit Vorsicht an, erlebt immer wieder Phasen von Mutlosigkeit und Selbstzweifeln, hat aber einen langen Atem, wenn es darum geht, ihre Ziele zu erreichen, denn sie ist bereit zum Verzicht und hat den Mut und die Kraft, Widerstände zu überwinden. Ihr Energieeinsatz ist auf den Endzweck, das heisst, die eigene Thronbesteigung, ausgerichtet.

Zwei Planeten unterstützen in Marys Horoskop diese Entschlossenheit und Beharrlichkeit, zum einen Pluto, der MC-Herrscher, der zwar im 12. Haus aber doch sehr nahe am Aszendenten steht und ihr Intensität und Hintergründigkeit verleiht sowie die Bereitschaft, für ihre Ziele Druck bis zur Zerstörung auszuüben, auch auf sich selbst; der zweite unterstützende Planet ist Mars, schon im ersten Haus, aber immer noch in Aszendenten-Nähe. Mars steht stark, sowohl im Steinbock-Zeichen als auch im ersten Haus, wo es um die Durchsetzung der eigenen Interessen geht, welche Mary fast rücksichtslos in Angriff nimmt. Mars steht auch im Sextil zum MC, ist also ein weiterer Hinweis darauf, dass Mary alles unternimmt, um ihre Ziele zu erreichen, und dass ihr das auch gelingen wird. Sie verfügt über grosse Ausdauer und Selbstdisziplin, um ihre Pläne auch zu Ende zu bringen.

Trotz ihres Ernstes hatte Mary wahrscheinlich eine suggestive Ausstrahlung auf ihre Umgebung, die wohl die starke Energie hinter ihrer Beharrlichkeit spürte. Diese Frau verfolgte ihren Weg mit einem untrüglichen Instinkt und überstand alle Niederlagen und Demütigungen durch ihren Vater, aus denen sie dank Pluto gestärkt hervorging.

Es ist klar, dass eine Person ihres Ansehens und ihrer (späteren) Position als Königin eine Partnerwahl nach politischen Erwägungen treffen, also eine Zweckbeziehung eingehen muss. Darauf weist das Quadrat zwischen der romantischen Fische-Venus und Saturn hin. Umso erstaunlicher, dass sie sich in ihren Ehemann Philipp II., den Sohn Kaiser Karls V., den sie am 25. Juli 1554 heiratete, wirklich verliebt hat. Dass diese Beziehung trotz des Arrangements schicksalhaft war, können wir aus dem harten Dreieck ersehen, das Venus und Saturn zum aufsteigenden Mondknoten bilden. So verbirgt sich also hinter der harten Schale ein weiches, liebendes Herz.

Ihre starke Religiosität und damit verbunden das unbeirrbare Festhalten an ihrem katholischen Glauben, das ihr zunächst den Verlust ihrer Privilegien und vieler Freunde bescherte, können wir an mehreren Horoskop-Merkmalen ausmachen: da ist zunächst die Fische-Sonne in einem weiten Quadrat zu Saturn in Schütze, was sie an den Prinzipien des Glaubens festhalten und sie die Verantwortung für die ihr richtig erscheinende Religion tragen liess, ferner das grosse Trigon zwischen Sonne, Jupiter und dem MC, das ihr nicht nur Erfolg für die ihr zugewiesene Aufgabe und Position als Königin brachte, sondern auch für die Religionsausübung als politische Richtung sowie ihren ganz persönlichen Lebensweg. Dass sie das Volk zunächst dafür motivieren und sogar begeistern konnte, ist aus dem die Trigonfigur ergänzenden Glücksdrachen ersichtlich, der den Mond (also das Volk) an der Spitze hat, sodass sie aus der anfänglichen Unterstützung des Volkes ihre ganz persönliche Befriedigung beziehen konnte (Mond Trigon Aszendent).

Der in die Opposition zu Pluto hinlaufende Jupiter zeigt allerdings nicht nur einen unbeirrbaren Glauben, sondern auch einen Hang zum Fanatismus. Dass es ihr an der nötigen Objektivität in Glaubensfragen fehlt, sehen wir auch an der Stellung des Neptun im 1. Haus.

Am Interessantesten ist ja vielleicht die Frage, wo in Marys Horoskop etwas zu sehen ist, was auf ihre behauptete Grausamkeit bei der Verfolgung von Protestanten hinweist und ihr den wenig schmeichelhaften Beinamen „Bloody Mary“ einbrachte. Mit Pluto in Aszendenten-Nähe hat sie zwar eine suggestive Wirkung nach aussen, fühlt sich aber oft unter Druck gesetzt, oder setzt sich selbst unter Druck, um ihren zwingenden Vorstellungen gerecht zu werden. Dabei wird sie von anderen zwangsläufig als mächtig und auch willensstark (Mars in 1) erlebt. Sie handelt jedoch nicht aus Boshaftigkeit, sondern fühlt sich zu ihrem Handeln verpflichtet (Sonne und Mond im Quadrat zu Saturn). Gleichzeitig spürt sie die Verantwortung, ihren Glauben mit allen Mitteln bei ihren Untertanen durchzusetzen (Jupiter Opposition Pluto am Aszendenten). Zu Beginn ihrer Herrschaft war Maria jedoch entgegen ihrem Ruf an Verständigung und Toleranz interessiert, erst als sich grosse Widerstände gegen die Wiedereinführung des Katholizismus vor allem in Adelskreisen regten, ordnete sie die Verfolgung und Hinrichtung dieser „Ketzer“ an.

Mit einem Wassermann-Merkur sollte Marys Denken und ihre Interessen eigentlich ungewöhnlich und originell sein, doch mit Merkur in Konjunktion mit Neptun steht auch hier wieder das Religiöse im Vordergrund. Auf ihre Umgebung wirkte sie aber vermutlich widerspenstig und borniert, da sie von ihren Ideen nicht abweichen wollte. Als Herrscherin führte sie jedoch einige wirtschaftliche Neuerungen ein, reformierte das Zoll- und Monopolsteuerwesen gravierend und versuchte, neue Märkte in Übersee zu erschließen. Davon profitierte jedoch vor allem ihre Nachfolgerin Elizabeth I.

In ihren letzten Jahren war Mary kränklich, sie litt an Fieberschüben, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit. Sie starb am 17. November 1558 mit 42 Jahren an den Folgen einer Influenza. Ihr Kinderwunsch war unerfüllt geblieben.

Plácido Domingo – zum 75. Geburtstag

Der weltberühmte Tenor und Bariton, Dirigent und Operndirektor Plácido Domingo feiert am 21. Januar 2016 seinen 75. Geburtstag. Der Sohn zweier spanischer Zarzuela-Sänger wurde am 21. Januar 1941 in Madrid geboren, zog jedoch im Alter von 9 Jahren gemeinsam mit seinen Eltern nach Mexico und wuchs in der Folge dort auf.

Bereits im Alter von 18 Jahren debütierte er in einer kleinen Rolle in „Rigoletto“ in Mexico City; in seiner ersten Hauptrolle (Alfredo in „La Traviata“) trat er am 19. Mai 1961 in Monterrey, Mexico, auf. Seine internationale Karriere begann 1966 mit einem Auftritt an der New York City Opera in Alberto Ginasteras „Don Rodrigo“. Seither hat er eine beispiellose Karriere an allen bedeutenden Opernhäusern der Welt gemacht, zunächst als vielseitiger Tenor, der insgesamt bereits 134 verschiedene Rollen gesungen hat, in dessen Mittelpunkt vor allem das italienische (Verdi, Puccini, Leoncavallo, Giordano) und das französische (Bizet, Massenet) Fach standen. In späterer Zeit hat er sich auch einigen Wagner-Partien zugewandt und sich speziell als Lohengrin, Siegmund und Parsifal profiliert.

Anlässlich der Fussball-Weltmeisterschaft 1990 in Italien trat er erstmals mit seinen Kollegen Luciano Pavarotti und José Carreras in Rom auf. Der grosse Erfolg dieses Auftritts veranlasste das Trio, als „die drei Tenöre“ weltweit in verschiedenen Arenen aufzutreten.

Nach dem durch den Tod von Luciano Pavarotti verursachten Ende der „Drei Tenöre“ wandte sich Domingo immer öfter dem Dirigieren an verschiedenen Opernhäusern zu und übernahm auch die Leitung der Opernhäuser von Washington und Los Angeles. Ausserdem begann er, wie schon in seiner Anfangszeit, immer öfter Bariton-Rollen zu singen (z.B. Rigoletto, Graf Luna in „Trovatore“, Simone Boccanegra, etc.)

1996 gründete Domingo „Operalia“, einen Wettbewerb für junge OpernsängerInnen, der jährlich in verschiedenen Städten weltweit durchgeführt wird.

Plácido Domingo ist außerdem für seine vielfältigen Wohltätigkeitsveranstaltungen und -aktionen bekannt. So gründete er nach dem großen Erdbeben in Mexiko-Stadt, bei dem er auch eigene Familienangehörige verlor, ein Kinderdorf für die Waisen des Erdbebens. Ein Jahr lang sagte er beinahe alle Verpflichtungen an den großen Opernbühnen ab und gab nur noch Benefizkonzerte, deren Erlös den Waisen und anderen Hilfsprojekten in Mexiko zugutekam. Immer wieder unterstützt er Hilfsprojekte in aller Welt, speziell solche, die sich benachteiligter Gruppen annehmen (Kinder, Behinderte usw.). Er hat zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen für sein Wirken erhalten.

Was können wir im Horoskop von Plácido Domingo an Talent und Erfolg erkennen?

Mit einer Wassermann-Sonne in enger Verbindung mit Merkur braucht dieser Mensch viel Abwechslung und Spontaneität, Unabhängigkeit, Selbständigkeit und Freiheit. Auf das Haus, in dem die Sonne steht, wird der Fokus im Leben gerichtet. Im Fall von Plácido Domingo ist das das 6. Haus, er wird seine Energie also vor allem in der Arbeit einsetzen, die Arbeit bestimmt sein Leben, in diesem Bereich will er glänzen und strahlen. Zwar ist im 6. Haus kein selbständiges Arbeitsverhältnis zu finden, doch eine Wassermann-Sonne braucht Abwechslung und Freiheit bei der Arbeit. Beides findet ein Sänger, der nicht an ein Opernhaus gebunden ist, sondern von vielen verschiedenen Häusern pro Auftritt verpflichtet wird, im Lauf seiner Karriere. Obwohl er in einer Aufführung natürlich im Team arbeitet, sind freie Arbeitsbedingungen sehr wichtig, umso mehr, da die Sonne in enger Konjunktion mit Merkur steht. Interessanterweise bedeutet eine Verbindung von Sonne und Merkur im 6. Haus unter anderem auch die Arbeit an einem Theater.

Das Theater, die Bühne leitet uns weiter zum Aszendenten von Plácido Domingo: es ist der Löwe. Ein Mensch mit einem Löwe-Aszendenten braucht geradezu die Bühne, dort will er glänzen, dort will er Aufmerksamkeit und Bewunderung bekommen. Er strahlt Würde und einen natürlichen Stolz aus, steht wie selbstverständlich im Mittelpunkt, wirkt aber dank seiner Wassermann-Sonne, die ja auch Geburtsherrscherin ist, trotzdem nie überheblich. Nichtsdestotrotz ist das Dramatische seine Welt, dort strebt er auch eine Führungsposition an – als Leiter von 2 Opernhäusern und Dirigent, dem Dutzende Musiker unterstehen, hat er das perfekt umgesetzt.

Wo sehen wir den Sänger im Horoskop? Ich würde sagen, ein eindeutiges Indiz ist das Medium Coeli (MC) in Stier, das Musikalität ausdrückt, sowie seine Herrscherin Venus, die in Steinbock und im 5. Haus der Kreativität steht und ihrerseits wiederum ein Trigon zum MC bildet. Ohne Verbindung der Schlüsselplaneten zu den Achsen MC oder AC kann es kaum Berühmtheit geben. Diese sogenannten Achsen sind bei Domingo aber mehrfach betont. So verschafft Saturn am MC Domingo die nötige Disziplin, die ein Sänger von seinen Qualitäten auch braucht, um erfolgreich zu sein, denn Talent allein wäre hier zu wenig. Und andererseits bringt ein Skorpion-Mond im Quadrat zum Aszendent die Leidenschaft zum Ausdruck, die auf der Opernbühne gefordert wird. Mit einem Skorpion-Mond geht es immer um die Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen, deren Tiefe ausgelotet werden soll, es ist eine starke emotionale Energie vorhanden, die mit einer gewissen Hartnäckigkeit die eigene Realität schafft. Als starke kreative Kraft kommt sie jedoch dem künstlerischen Ausdruck zugute und kann von einem charismatischen Sänger-Schauspieler wie Plácido Domingo wunderbar auf die Bühne gebracht werden.

Merkur in Wassermann unterstützt mit seiner raschen Auffassungsgabe breitgefächerte Interessen und treibt Domingo dazu, sich immer wieder mit neuen Rollen zu beschäftigen. Er gilt ja als einer der vielseitigsten Tenöre, der nicht nur 134 verschiedene Rollen im italienischen und französischen Fach gesungen, sondern sich auch schon an diverse Wagner-Partien gewagt hat, die er mit ähnlicher Intensität erfüllt hat wie seine berühmtesten Verdi-Figuren.

Ein weiterer Aspekt seiner Ruhelosigkeit (in einem Interview hat er gesagt: „Wenn ich raste, dann roste ich“) ist die Opposition zwischen Mond und Uranus, die Domingo zu ständig neuen Herausforderungen treibt und für emotionale Anspannung sorgt. Beide Planeten bilden ein Quadrat zum Aszendent, also zum persönlichsten Punkt im Horoskop. Ohne Abwechslung und neue Impulse kann er kaum leben. So hat er auch schon viele Pläne und Engagements für das laufende Jahr, wird unter anderem in Mailand, New York, Wien, Paris, Barcelona und London auftreten und bei der Eröffnung des Wiener Opernballs am 4. Februar dirigieren und singen. Daneben leitet er nach wie vor die Oper von Los Angeles und widmet sich dem von ihm 1993 ins Leben gerufenen Wettbewerb Operalia, dem unter anderem Rolando Villazón oder Sonya Yoncheva internationale Bekanntheit verdanken.

Wir wünschen Plácido Domingo zu seinem 75. Geburtstag alles Gute, ein noch langes Leben in guter Gesundheit und Agilität sowie weiteren künstlerischen Höhepunkten.

Über das Tierkreiszeichen Wassermann

Am 20. Januar 2016 um 16.27 MEZ tritt die Sonne in das Tierkreiszeichen Wassermann ein. Die genaue Zeitangabe ist deshalb von Bedeutung, weil dies von Jahr zu Jahr variiert. Es ist aber wichtig zu wissen, dass jemand der dieses Jahr am 20. Januar vor 16.27 MEZ geboren ist, noch ein „Steinbock“ ist, erst die ab und nach 16.27 Geborenen haben das Sternzeichen Wassermann.

Wassermann (21. Januar – 18. Februar) ist ein fixes Luftzeichen, sein Herrscher ist Uranus, ein Planet, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, kurz vor dem Ausbruch der französischen Revolution („Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“) entdeckt wurde. Der fixe Charakter manifestiert sich hier vor allem in dem Drang, geistige Inhalte zu ordnen, sowie in einer betonten Eigenwilligkeit und dem Anspruch, etwas Besonderes zu sein. Ideale und Überzeugungen spielen eine große Rolle.

Wassermann ist ein Zeichen, das in die Zukunft weist und gleichzeitig ein Empfinden für die gesamte Menschheit hat. Es verleiht den unter ihm Geborenen weitreichendes Verständnis, durch das sie fähig werden, andere Menschen zu Erkenntnissen zu führen.

Wassermann-Geborene sind oft unkonventionell, originell, erfinderisch, sie können spöttisch und verrückt bis exzentrisch sein, engagieren sich, ihren Idealen gemäß, meist für soziale Gerechtigkeit, haben Visionen für die Zukunft und werden alles daransetzen, diese auch umzusetzen. Sie identifizieren sich mit progressiven Gleichberechtigungs-Bewegungen und lehnen Personenkulte ab. Demzufolge stehen sie auch Führungspersönlichkeiten und vor allem der Verehrung, die ihnen selbst entgegengebracht wird, meist skeptisch gegenüber. Auf andere wirken sie oft revolutionär oder rebellisch.

Das Zeichen Wassermann steht für Freiheit, Unabhängigkeit und Toleranz. Wie alle Luftzeichen ist es kommunikativ, freundlich und gesellig, hält sich aber ständig einen Weg frei, um abspringen oder aussteigen zu können. Wassermann-Geborene wollen aus ihrem freien Willen heraus handeln und vertragen keinerlei Zwang oder Einengung. In ihrem Verhalten sind sie oft unkonventionell, weil sie diesbezügliche Regeln nicht anerkennen. Dieser Freiheitsdrang bringt auch eine innere Distanziertheit mit sich, die aber durch entgegenkommendes, hilfsbereites Verhalten gut kaschiert werden kann. Freundschaften bedeuten ihnen sehr viel, wobei das Interesse für unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Denkweisen und Lebensstile wichtiger ist als emotionale Bedürfnisse. Der Anschluss an eine Gruppe oder Organisation Gleichgesinnter kann ihrem Leben einen Sinn geben.

Wenn Sie im Zeichen Wassermann geboren sind, fühlen Sie sich zu allem hingezogen, was fremd oder „anders“ ist. Sie suchen nach neuen Erfahrungen, nach Anregungen und Spannung. Große Leidenschaften sind nicht unbedingt Ihre Sache, wahrscheinlich fühlen Sie sich angesichts starker Emotionen wie Eifersucht, Besessenheit, Rache und anderer Gefühlsausbrüche äusserst unwohl. In einer Liebesbeziehung brauchen Sie viel Freiheit und Unabhängigkeit und bauen eine Partnerschaft lieber auf Freundschaft und Vertrauen als auf Leidenschaft und Hörigkeit auf.

Wassermann wird auch seit langem mit Astrologie assoziiert. Diese übt auf Wassermann-Charaktere eine stärkere Anziehungskraft aus als andere Charakteranalysen und Voraussagen, da sie Intuition mit einem wissenschaftlich-technischen Element vereint. Eine starke analoge Verbindung besteht jedoch auch zur Elektronik und Informatik sowie der Fliegerei.

Zugeordnete Körperebene: Unterschenkel, Knöchel, Zentralnervensystem, Blutkreislauf.

Hildegard Knef – zum 90. Geburtstag

Erinnern Sie sich an Hildegard Knef? Die deutsche Schauspielerin, Chansonette und Autorin einiger Bücher wurde am 28. Dezember 1925 in Ulm geboren. Schon als Baby verlor sie ihren Vater und zog in der Folge mit ihrer Mutter nach Berlin, die sich dort später wieder verheiratete.

Mit 15 Jahren begann Hildegard Knef eine Ausbildung als Zeichnerin in der Trickfilm-abteilung der UFA-Filmstudios in Berlin-Babelsberg, wo der damalige Leiter Wolfgang Liebeneiner auf sie aufmerksam wurde und ihr eine Schauspielausbildung ermöglichte. Noch vor Kriegsende spielte sie bereits in einigen UFA-Filmen mit. Nach 1945 trat sie am Theater und Kabarett auf und heiratete 1947 einen amerikanischen Offizier. Zur gleichen Zeit wurde sie für den ersten deutschen Nachkriegsfilm „Die Mörder sind unter uns“ engagiert, der sie auch international bekannt machte. Sie wurde zum ersten großen deutschen Nachkriegsstar. 1948 wurde Hildegard Knef von David O. Selznick nach Hollywood engagiert, erhielt dort aber vorerst kaum Rollen.

1950 kehrte sie vorübergehend nach Deutschland zurück, um unter der Regie Willi Forsts die Hauptrolle in dem Film „Die Sünderin“ zu übernehmen, der sich der Tabuthemen Prostitution und Freitod annahm und wegen einer kurzen Nacktszene zu einem der größten Skandale im deutschen Nachkriegskino führte. Trotz des Erfolges wurde die Schauspielerin in Deutschland geächtet und ging zurück in die USA, wo sie mehrere Filme drehte und auch Theater spielte. 1955 debütierte sie am Broadway in dem Musical „Silk Stockings“ von Cole Porter, das auch mit ihr in der Hauptrolle verfilmt werden sollte – allerdings nicht von ihrer Filmproduktionsgesellschaft 20th Century Fox, sondern von der Konkurrenz MGM. Da sie von Fox nicht freigegeben wurde, überwarf sie sich mit der Firma und kehrte 1957 nach Deutschland zurück. Damit war ihre Filmkarriere in den USA beendet.

Hildegard Knef, in Deutschland nach wie vor als „Sünderin“ geächtet, drehte in den späten 50-er und frühen 60-er Jahren vor allem in England, wo sie auch ihren zweiten Ehemann David Cameron kennenlernte – die gemeinsame Tochter Christina kam 1968 zur Welt. Zu dieser Zeit begann sie verstärkt, als Sängerin aufzutreten und nannte sich ausserhalb von Deutschland Hildegarde Neff. In der Folge erhielt sie auch Show-Auftritte im deutschen Fernsehen, schrieb ab 1965 eigene Lieder und ging mit diesen auch sehr erfolgreich auf Tournee.

1970 veröffentlichte sie ihre Autobiographie „Der geschenkte Gaul“, die in 17 Sprachen übersetzt und ein internationaler Bestseller wurde. Einige Jahre später erkrankte sie an Brustkrebs, was sie ebenfalls in einem Buch thematisierte, das sich sehr gut verkaufte. Mit ihrer Ehe war es inzwischen bergab gegangen, 1976 wurde Hildegard Knef von David Cameron geschieden und heiratete wenig später Paul von Schell.

Da sie immer öfter nur aus privaten, nicht aus künstlerischen Gründen in den Schlagzeilen war, ging sie mit ihrer Familie nach Los Angeles, wo sie aber auch nicht mehr recht Fuß fassen konnte. 1987 feierte sie in Berlin ein erfolgreiches Comeback in dem Musical „Cabaret“ und erhielt in der Folge zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, auch als Sängerin.

Die letzten Jahre waren von Krankheiten überschattet. Nach einem monatelangen Krankenhausaufenthalt infolge eines Lungenkollapses starb Hildegard Knef in der Nacht auf den 1. Februar 2002 gegen 2 Uhr im Alter von 76 Jahren an einer akuten Lungenentzündung.

Wir haben es hier sicherlich mit einer etwas problematischen Persönlichkeit zu tun und einem Leben, das von zahlreichen Höhen und Tiefen geprägt war. Was davon können wir im Geburtshoroskop von Hildegard Knef sehen?

Hildegard Knef hat eine Steinbock-Sonne, einen Skorpion-Aszendenten und den Mond im Zeichen Zwillinge.

Menschen mit einem Skorpion-Aszendenten, wie ihn Hildegard Knef hat, werden oft in eine konfliktreiche Umgebung oder eine Krisensituation hineingeboren, “Familienmüll” (genetische Erfahrungen der Vorfahren) lastet auf ihren Schultern – möglicherweise ein Hinweis auf die Syphilis-Erkrankung ihres Vaters, an der dieser wenige Monate nach ihrer Geburt verstorben ist.

Der Aszendent ist aber auch für die Ausstrahlung und Aussenwirkung eines Menschen verantwortlich: die ist bei Skorpionen oft faszinierend, fast magisch. Hildegard Knef hatte sicher diese Ausstrahlung, sie war zudem sehr vorstellungsbezogen hinsichtlich dessen, was sie wollte, tiefgründig, leidenschaftlich, vielleicht manchmal undurchsichtig und geheimnisvoll. Die Erotik spielte im Leben von Hildegard Knef, aber auch in ihren Filmen und Liedern eine grosse Rolle, sie konnte intensive Gefühle empfinden, aber auch zwang- und triebhaft handeln. Sie will die Kontrolle über ihr Leben und ihre Kunst, da bleibt sie unerbittlich und hat keine Scheu, sich auch mit oft mächtigen Gegnern anzulegen.

Mit Saturn im 12. Haus, in der Nähe des Aszendenten, gibt es auf der unbewussten Ebene verdrängte Ängste und Trauer. Die Seele muss über Enttäuschungsprozesse hinwegkommen, und aus Angst vor neuerlichen Verletzungen werden tiefe Emotionen oft nicht zugelassen, sondern sinken in den unbewussten Bereich hinab, wo sie möglicherweise ein zerstörerisches Werk beginnen (Krankheiten). Saturn, der ja gleichzeitig über die Sonne in Steinbock herrscht, verleiht Hildegard Knef, in der Nähe ihres Aszendenten stehend, aber auch Sturheit, Härte und Zähigkeit.

Andererseits legt sie mit der Sonne in Steinbock und im 2. Haus Wert auf Sicherheit und eine gewisse Struktur, die materielle Basis ist wichtig für ihre Selbstverwirklichung. Da sie Probleme mit dem Eigenwert hat, neigt sie dazu, ihr Selbstwertgefühl und ihre persönliche Sicherheit und Bestätigung über den Mann zu holen, worauf ihre drei Ehen hinweisen. Eine Steinbock-Sonne ist aber meist auch ein Indiz dafür, dass die mit ihr Geborenen keine leichte Kindheit hatten, sondern schon sehr früh Verantwortung übernehmen mussten, wodurch sie eine gewisse Ernsthaftigkeit verkörpern, aber auch strebsam, ehrgeizig, ausdauernd, realistisch, zuverlässig und leistungsorientiert und im Beruf diszipliniert sind, allerdings auch zur Melancholie neigen.

Hildegard Knef hat es vorzüglich verstanden, diese – vermutlich vorhandene – Schwermut nicht nach aussen zu zeigen, sondern sie sowohl in ihren Liedern als auch ihren Büchern in von Klugheit und lakonischer Ironie geprägte Texte zu verpacken. Dabei ist ihr wahrscheinlich ihr Zwillinge-Mond beigestanden, der ihr ein Talent für Reden und Schreiben mitgegeben hat. Hier besteht die Neigung zu einer rationalen Betrachtungsweise, Gefühle werden auf leichte, fast schnoddrige Art begründet und analysiert. Gleichzeitig besteht ein grosses Bedürfnis nach Kommunikation und Abwechslung, intellektueller Wissensdurst und Neugier auf das Leben, aber auch eine gewisse Rastlosigkeit. Eine Mondstellung in einem labilen Zeichen (wie z.B. Zwillinge) ist auch ein Hinweis auf viele Umzüge im Leben, und davon hatte Hildegard Knef ja genügend. Darauf verweist auch Uranus im 4. Haus, und: Wer den Uranus im 4. Haus stehen hat, der tut sich nicht leicht mit emotionalen und familiären Bindungen. Auch Hildegard Knef hat diesbezüglich ein wechselhaftes Schicksal, sie bleibt weder im Familienverband noch in der Heimat, kann nur mit einer „neuen Linie“ (deutsch-sprachigen Chansons), mit Witz und Humor in Deutschland wieder heimisch werden.

Die Wassermann-Venus weist auf den ersten Blick auf Freiheitsliebe, Toleranz und die Suche nach aufregenden, unkonventionellen Beziehungen hin (so waren die Ehemänner Nr. 2 und 3 um etliche Jahre jünger als die Knef); auch verträgt sie keine Einengung und Bevormundung, was aber vermutlich auf geheime oder unbewusste Selbstzweifel (ob sie überhaupt genügend liebenswert ist – Venus im Quadrat zu Saturn in 12) zurückzuführen ist, daher kann es in engen Beziehungen trotz aller Leidenschaft (Aszendent Skorpion) zu emotionaler Abgrenzung kommen, um sich vor vermeintlichen Verletzungen zu schützen. Eine Wassermann-Venus im 3. Haus zeigt uns aber auch eine ungewöhnliche künstlerische Selbstdarstellung, zum Beispiel als Chanson-Sängerin mit rauchigem Organ, die von Ella Fitzgerald als „beste Sängerin ohne Stimme“ bezeichnet wurde.

Mars in Schütze und nahe am Aszendenten (wenn auch in einem anderen Zeichen) zeigt uns eine Frau mit sehr viel Energie und Begeisterungsfähigkeit, die für ihre Überzeugungen kämpft und für ihre Ideale einsteht. Hildegard Knef konnte nicht ruhig sein, sie spielte, sang oder schrieb, trat in Fernsehshows auf und war unermüdlich aktiv. Was war der Lohn all dieser Aktivitäten? Erfolg? Reichtum? Berühmtheit?

Zeitweise war es wohl alles zusammen. Hildegard Knef war jahrelang erfolgreich, dann wieder nicht, sie war berühmt, später halb vergessen, und das durch ihre Film-, Konzert- und Autorentätigkeit erworbene Vermögen hatte sich später weitgehend aufgelöst. Jupiter im 2. Haus bewahrt zwar im allgemeinen vor Armut, da er in Steinbock aber schlecht steht, kann er nur das ärgste abwenden und den Reichtum nicht halten. Was bleibt also von ihr?

Nun, eigentlich gar nicht so wenig: Die Autobiographie „Der geschenkte Gaul“ wurde sowohl verfilmt als auch als Musical adaptiert und aufgeführt, in Berlin wurde ein Platz nach ihr benannt; ferner erhielt sie einen Stern auf dem Boulevard der Stars in Berlin (ihre Hand- und Fußabdrücke hatte sie schon Jahrzehnte davor in Hollywood verewigt) und eine Gedenktafel an einem Berliner Haus soll auf die künstlerische Tätigkeit von Hildegard Knef in dieser Stadt hinweisen, unter dem Motto „Ich hab noch einen Koffer in Berlin“.

Über das Tierkreiszeichen Steinbock

Am Tag der Wintersonnenwende, der dunkelsten Zeit in der nördlichen Hemisphäre, dieses Jahr am 21. Dezember um 11.45 MEZ, tritt die Sonne in das Tierkreiszeichen Steinbock ein.

Steinbock ist ein kardinales Erdzeichen, sein Herrscher ist Saturn. Die Eigenschaften des Steinbocks spiegeln die doppelte Natur seines Herrscherplaneten Saturn wider. Einerseits ist Saturn ehrgeizig, kritisch, kalt und grob (in der griechischen Mythologie entmannt er seinen Vater Uranus und verschlingt seine eigenen Kinder). Andererseits war Saturn in der römischen Mythologie der Gott des Ackerbaus und der Herrscher des Goldenen Zeitalters. Die im antiken Rom zu seinen Ehren abgehaltenen Saturnalien waren ein Fest der Sinnlichkeit und des Überflusses – die Zeit, in der ein Füllhorn ausgeschüttet wurde. Heute erinnern die Lichter, die in der dunkelsten Zeit des Jahres entzündet werden, an die Feuer sinnlicher Lust und hoffnungsvoller Freude, an ein Innehalten inmitten harter Arbeit und Pflichten.

Menschen mit einer Steinbock-Sonne werden beide Seiten in sich kennen, einerseits eine innere Kraft, die sie zu Pflichtbewusstsein, Disziplin und Leistung antreibt, andererseits die befriedigende Fähigkeit, Ordnung ins Chaos bringen und mit materiellen Anforderungen gut umgehen zu können, sowie eine tiefe Freude am Sinnlichen und Naturhaften.

Dieses Zeichen hat die stärkste Dynamik von allen Erdzeichen, was sich vor allem in beruflichem Ehrgeiz und im Streben nach Wissen, Kompetenz und Anerkennung niederschlägt. Im Gegensatz zum vorangegangenen Schütze-Zeichen sind Wissen und Weisheit aber nicht Selbstzweck, sondern sollen in praktischen Nutzen umgesetzt werden. Wenn Steinbock-Geborene mit der ihnen eigenen Ausdauer, mit Fleiss und zielgerichtetem Handeln den beruflichen Aufstieg geschafft und eine Machtposition erreicht haben, so bedeutet ihnen „Macht“ aber meist nur, das Machbare umsetzen zu können. Dabei machen sie es sich aber niemals leicht, nehmen alles eher schwer, fühlen sich oft für alles in ihrem Umkreis verantwortlich und scheuen auch keine harte Arbeit, so sie ihnen notwendig erscheint. Vor Herausforderungen schrecken sie nicht zurück, sondern sehen diese als Möglichkeit, ihre inneren Grenzen auszuloten und sich so besser kennenzulernen. Erfahrungen sind für sie dazu da, etwas zu lernen, um es das nächstemal noch besser machen zu können. Der Begriff Nachhaltigkeit könnte von einem Steinbock stammen.

Steinbock-Geborene sind demnach tüchtig, gründlich, gewissenhaft, hartnäckig und ausdauernd. Auch geistige Konzentrationsfähigkeit, zielgerichtetes Handeln und logisches Denken zeichnen sie aus. Sie verspüren einen inneren Drang, zu planen, zu strukturieren und zu organisieren, überlassen nichts dem Zufall und haben ein starkes Pflichtbewusstsein sowie eine realistische Einschätzung der sie umgebenden Umstände. Schon als Kinder strahlen sie eine gewisse Ernsthaftigkeit aus und wirken oft wie kleine Erwachsene, die auch in der eigenen Familie gern Verantwortung übernehmen. Wenn sie aber nicht auch ihrer weicheren, gefühlvollen Seite Raum geben, besteht im späteren Leben die Gefahr, dass sie Strenge und Autorität hervorkehren und zum Strafen, Maßregeln und Disziplinieren neigen. Die Regeln, die sie sich selbst und anderen oft aus Unsicherheit, Selbstzweifel oder Angst vor dem Chaos auferlegen, können Druck erzeugen und richten sich nicht zuletzt oft gegen die eigenen Bedürfnisse, die nicht wahrgenommen und gelebt werden. Oft sind sie stolz auf ihre Fähigkeit und Bereitschaft zu Sparsamkeit und Verzicht, doch die asketische Selbstbeschränkung kann sich im Extremfall zu sinnlosem Geiz pervertieren.

Das Steinbock-Prinzip lässt die in seinem Zeichen Geborenen die Welt auch etwas getrübt durch Furcht, Zweifel und Zögern wahrnehmen, und sie jedem Übergang in eine neue Lebensphase mit einer gewissen Zurückhaltung begegnen. Allerdings entwickeln Steinbock-Geborene im Lauf ihres Lebens meist mehr Leichtigkeit und fühlen sich mit zunehmendem Alter wohler und glücklicher. Schaffen sie das nicht, und nimmt das Schwere überhand, dann könnten Steinbock-Geborene allzu pessimistisch in die Welt blicken und sich Depressionen einhandeln.

Wenn Steinbock-Geborene auch bisweilen kein Vertrauen in die Zuneigung anderer haben, so sind sie dank ihrer Erdbetonung doch meist sehr sinnliche Menschen, die körperliche Nähe und Sexualität geniessen können. Emotional halten sie sich oft zurück, um sich nicht auszuliefern, doch wenn sie einmal lieben, sind sie alles andere als oberflächlich, sondern treue und ausdauernde Partner.

Traditionen sind für Steinbock-Geborene meist ebenso wichtig wie das Erbe der Vergangenheit, auf dessen Grundlage gesellschaftliche Strukturen, Recht und Gesetze aufgebaut sind.

Alle Planeten im Steinbock nehmen den zielstrebigen, leistungsorientierten Charakter dieses Zeichens an. Sie werden beharrlicher, ausdauernd und pflichtbewusst.

Zugeordnete Körperebene: Knochengerüst, Knie, Wirbelsäule, Sehnen, Bänder, Milz.

Woody Allen wird 80

Der am 1. Dezember 1935 unter dem Namen Allen Stewart Konigsberg geborene Komiker, Schauspieler, Autor, Regisseur und Musiker feiert am 1. Dezember 2015 seinen 80. Geburtstag. Allen ist einer der produktivsten Filmregisseure unserer Zeit, der mehr als 50 Werke geschaffen hat. Als Sohn jüdischer Eltern mit österreichisch-russischer Herkunft geboren, liess er seinen Geburtsnamen 1952 offiziell in Heywood Allen ändern, wählte als Künstlernamen jedoch Woody Allen, nach dem Klarinettisten Woody Herman. Mit Religion hat er nichts am Hut. In einem Interview mit der NZZ am 22. Juli 2012 sagte er: „Ich glaube nicht an Gott und finde ohnehin alle Religionen dumm.“

 

Allen begann als Gagschreiber für Komiker und stieg später zum Drehbuchschreiber für Shows auf, hatte aber den Ehrgeiz, selber Stand-up Comedian zu werden. Sein erster Auftritt 1960 geriet jedoch zum Fiasko. Seine Manager bezeichneten ihn als schlechtesten Komiker, den sie je gesehen hatten. Und dennoch schaffte es Woody Allen, aus dem schüchternen und linkischen Auftreten eine Masche zu machen und damit einen unverwechselbaren Stil zu kreieren, mit dem er später zum Geheimtipp avancieren sollte.

 

1965 schrieb Allen das Drehbuch für seine erste Filmproduktion, und schon kurz darauf begann er, eigene Filme zu drehen – bis heute mehr als 50, darunter Komödien, Tragikomödien, Satiren, aber auch Problemfilme, Musicals und Thriller. Viele namhafte Schauspieler reissen sich darum, eine – wenn auch kleine – Rolle in einem seiner Filme zu ergattern, und vor allem Schauspielerinnen wurden durch Allens Filme erst so richtig bekannt, einige erhielten sogar einen Oscar. Auch Woody Allen selbst wurde 24x für einen Oscar nominiert und erhielt ihn 4x (dreimal für das beste Drehbuch und einmal als bester Regisseur).

 

In den 1990-er Jahren kam es zu heftigen Auseinandersetzungen mit seiner damaligen Lebensgefährtin Mia Farrow, die entdeckt hatte, dass Allen eine Beziehung mit ihrer Adoptivtochter Soon-Yi hatte. Es kam zur Trennung sowie einem Gerichtsverfahren über Allens Sorgerecht für die übrigen Adoptiv-Kinder. Allerdings war Soon-Yi von Mia Farrows früherem Ehemann André Previn adoptiert worden, nicht von Woody Allen, der Soon-Yi 1997 heiratete und seither ein unspektakuläres Privatleben führt.

 

Ungebrochen ist nach wie vor Allens Arbeitseifer, der ihn jedes Jahr einen Film herstellen lässt. Ausserdem tritt Allen regelmässig als Klarinettist in New Yorker Clubs auf und unternimmt mit seiner Band auch Tourneen, sogar nach Europa.

 

Was können wir im Horoskop von Woody Allen sehen an Talent, Begabung, Erfolg und Charakter?

 

Woody Allen ist im Tierkreiszeichen Schütze geboren, sein Aszendent steht im Zeichen Jungfrau. Diese beiden Zeichen stehen für zwei sehr unterschiedliche Charaktermerkmale. Während der Schütze idealistisch, grosszügig und weltoffen ist, hat die Jungfrau einen Hang zum Perfektionismus, zur Vorsicht, Detailverliebtheit und zum Kritisieren. Jungfrau-betonte Menschen drängen sich nicht in den Vordergrund, weil es ihnen unangenehm ist, im Mittelpunkt zu stehen. Sie wirken eher schüchtern und vernunftbetont. In seinen Filmen, vor allen den frühen, präsentiert sich uns Allen oftmals als schüchterner, unbeholfener, fast linkischer Mensch, der zwar auf der Suche nach Idealen und nach dem Liebesglück ist, sich dabei aber in den Tücken des Alltags und den Mängeln seines Körpers verfängt – eine gute Metapher für Schütze und Jungfrau. Dieser Mensch misst der Gesundheit einen sehr grossen Stellenwert bei, wobei dieses ausgeprägte Gesundheitsbewusstsein in Angst vor Krankheiten bis zur Hypochondrie ausarten kann. Ausserdem steht Merkur, der Geburtsherrscher, in enger Konjunktion mit der Sonne, was Allen sehr beredt und eloquent macht und ihm einen intellektuellen Touch verleiht. Die gute Beobachtungsgabe sowie die Liebe zum Detail gibt seinen Filmen eine spezielle und persönliche Note. Merkur ist aber nicht nur Geburtsherrscher, sondern auch Mitherrscher über das 10. Haus, das Berufshaus, und steht in enger Verbindung mit Jupiter und Sonne. Nicht nur ist der Beruf für Woody Allen ein persönliches Anliegen, das ihm umgekehrt auch wieder Stärke verleiht; durch die Nähe zu Jupiter in dessen eigenem Zeichen Schütze ist auch der Erfolg garantiert, und zwar im 4. Haus, das heisst, zum grossen Teil in seiner Heimatstadt New York, denn die weitaus meisten Filme hat er hier gedreht – im Ausland gearbeitet hat er erst in seinem Spätwerk ab 2005.

 

Als Regisseur ist Woody Allen ein unermüdlicher Arbeiter mit Verantwortung und Disziplin (Jungfrau), der aber doch auch das übergeordnete Ganze (nämlich den Film, zu dem er ja auch oft das Drehbuch geschrieben hat) im Auge behält (Schütze). Ausserdem kann er durch seine Arbeit die Grundlage für materiellen Wohlstand schaffen, der ihm einerseits erlaubt, seine eigenen Filme unabhängig von Hollywood-Klischees zu drehen, ihm aber andererseits auch Freiräume für sein Hobby lässt, nämlich als Jazzmusiker aufzutreten.

 

Wo sehen wir den Komiker? In der Astrologie wird Uranus als der Unberechenbare, der Clown des Tierkreises bezeichnet, und folglich finden wir in Woody Allens Horoskop den Uranus im gradgenauen Trigon zum Aszendenten, das heisst, Schalk und Humor gehören zu seiner Persönlichkeit. Uranus im 9. Haus ist ausserdem ein Hinweis auf seinen eingestandenen Atheismus.

 

Venus im Zeichen Waage ist – zusammen mit Jupiter in Schütze – Allens bester Planet. Sie steht zudem im Trigon zum Wassermann-Mond und weist uns darauf hin, dass Frauen im Leben von Woody Allen immer eine sehr grosse Bedeutung hatten. Venus ist Herrscherin über das 10. Haus (das Berufshaus), was wiederum bestätigt, dass Frauen auch im beruflichen Wirken Allens eine herausragende Rolle spielen. Er hat ja meist seinen Lebenspartnerinnen (so z.B. Louise Lasser, Diane Keaton, Mia Farrow) Hauptrollen in seinen Filmen übertragen und sie nach dem Ende der Beziehung nicht mehr besetzt. Einzig seine jetzige Frau Soon-Yi spielt in Allens Filmen nicht mit, ist aber auch keine Schauspielerin.

 

Mit Mond in Wassermann im 6. Haus gibt es oft psychischen Stress, emotionale Distanziertheit und ein starkes Freiheitsbedürfnis, aber auch das Gefühl, etwas Besonderes zu sein und ein gewisses Sendungsbewusstsein zu haben. So jemand will nicht eingeschränkt werden, geht nicht gerne emotionale Verpflichtungen ein und erwartet, dass die anderen das wissen. Alles muss auf Freiwilligkeit beruhen. Das ist ein weiterer Hinweis auf die Fähigkeit, überall dabeisein und zugleich Distanz wahren zu können.

 

Mars in Steinbock im 5. Haus lässt sich mit Aktivitäten im kreativen oder künstlerischen Bereich, aktivem Streben nach Selbständigkeit und Unabhängigkeit erklären sowie mit Ausdauer, Fleiss, Ehrgeiz und Disziplin. Ausserdem hat die Arbeit etwas Spielerisches für ihn. Das Trigon von Mars zum MC weist auf einen ungeheuren Schaffensdrang hin. Zitat Woody Allen „Wer beschäftigt ist, ist glücklich.“

 

Ein weiterer wichtiger Planet wurde bisher nicht besprochen, obwohl er in einem genauen Quadrat zum Geburtsherrscher Merkur und in Konjunktion zum Deszendenten am Beginn des 7. Hauses steht: Saturn bedeutet die Suche nach Struktur und Ordnung, im Zeichen Fische jedoch drückt er eine unbewusste Angst vor Chaos, vor Hilflosigkeit oder dem Sich-Verlieren aus, im 7. Haus bezieht er sich auf Partnerschaften, die ja nicht immer reibungslos verlaufen sind, und in Allens Fall vielleicht auch auf sein Publikum, dem gegenüber er eine gewisse Scheu empfindet. Öffentliche Auftritte „auf dem roten Teppich“ sind ihm jedenfalls zuwider. Das Quadrat zwischen Saturn und Merkur deute ich als enormen Ehrgeiz und Leistungsanspruch, vermutlich ist es auch diese Konstellation, die den Regisseur auch mit 80 zu immer neuen Werken treibt.

 

Und von diesen Werken wollen wir auch noch möglichst viele kennenlernen, denn ein Woody Allen-Film ist eigentlich immer ein Genuss. In diesem Sinn gratulieren wir ihm zum 80. Geburtstag und wünschen ihm noch viele kreative und erfüllte Jahre.

Über das Tierkreiszeichen Schütze

Schütze ist ein veränderliches Feuerzeichen, sein Herrscher ist Jupiter, der Glücksplanet schlechthin. Es ist das einzige Zeichen, das halb Mensch, halb Tier ist, daher spüren Schütze-Geborene auch meist diese Ambivalenz in sich: einerseits das Streben nach Vergeistigung, nach Philosophie und höherer Einsicht und Weisheit, andererseits die animalisch-lustvolle Seite, wild und leidenschaftlich.

 

Schütze ist das Zeichen der Expansion, das kann sich räumlich (Streben in die Ferne, Reisen), geistig (Streben nach Weiterbildung und Erkenntnis, Suche nach dem übergeordneten Sinn der Dinge) und körperlich (Neigung zum Schlemmen, zur Körperfülle) ausdrücken. Dieses Zeichen verleiht Optimismus, Idealismus, Toleranz, Grosszügigkeit, ein hohes Moralempfinden, ein beachtliches Selbstwertgefühl, einen unbändigen Entdeckungsdrang und das Bedürfnis nach Ansehen und Bewunderung. Schütze-Geborene möchten die Welt in all ihrer Vielfältigkeit, Pracht und Schönheit kennenlernen, daher sind sie ausgesprochen reiselustig. Dabei verlieren sie sich aber nicht nur in feuriger Begeisterung, sondern besinnen sich auf vergangene Erfahrungen, mit denen sie neue Erkenntnisse und Entdeckungen vergleichen und in eine neue Perspektive stellen. Diese Fähigkeit ermöglicht es ihnen, darüber zu referieren oder zu schreiben und ihr Wissen so auch anderen nahezubringen.

 

Ein ausgeprägtes Interesse an Philosophie, an Glaubensfragen und fremden Kulturen sowie ein hohes ethisches Bewusstsein, Vertrauen und Zuversicht werden dem Schützen zugeordnet, daher eignen sich Schütze-Menschen sehr gut als geistig hochstehende LehrerInnen oder spirituelle FührerInnen, und ebenso als visionäre StaatenlenkerInnen. Ihr Streben nach Wahrheit und ihr starker Gerechtigkeitssinn prädestiniert sie auch für eine Karriere als Anwalt/Anwältin oder RichterIn, bei ungünstiger Konstellation könnten sie aber auch zu religiösen Eiferern oder Moralaposteln werden. Schütze-Geborene brauchen immer ein Ziel vor Augen, nach dem sie streben können, und je weiter weg dieses liegt, desto erstrebenswerter wird es. Diese Haltung kann sogar in eine Flucht vor dem Alltag ausarten, und häufig vergessen diese Menschen, dass sie die besten Dinge möglicherweise vor der eigenen Haustür finden können, wenn sie nur bereit sind hinzuschauen. Da sie sich nicht in Details verlieren, sondern immer den grossen Überblick bewahren wollen, sehen sie oft den Wald, aber nicht einzelne Bäume. Dafür lieben sie alles, was imposant, beeindruckend und mächtig ist – in der Kunst wie in der Natur.

 

Das grosse Bedürfnis nach Freiheit und Expansion macht es Ihnen als Schütze-Geborene nicht leicht, sich in zu engen Beziehungen wohlzufühlen, da Sie sich leicht eingeengt fühlen, auch wenn der andere das gar nicht im Sinn hat. In Liebesbeziehungen brauchen Sie sicherlich Freiräume und Unabhängigkeit, aber irgendwann werden Sie verstehen, dass emotionales Wohlbefinden genauso wichtig ist wie Ihre Bedürfnisse nach Entfaltung und Freiheit.

 

Ihr grosser Optimismus und Enthusiasmus, das Verständnis für Andersdenkende, die Kinder- und Tierliebe (hier besonders zu Pferden) können für andere Menschen oft sehr hilfreich und heilsam sein. Gleichzeitig sollten sich Schütze-Geborene aber vor Überheblichkeit, Standesdünkel und Prahlerei sowie einem allzu grossartigen Gehabe hüten, und auch ein gelegentlicher Snobismus kommt nicht immer gut an.

 

Planeten im Schützen nehmen den grosszügigen und expansiven Charakter dieses Zeichens an. Im negativen Fall wollen sie aber zuviel des Guten und schießen über das Ziel hinaus.

 

Zugeordnete Körperebene: Hüfte, Oberschenkel, Leber (Galle), Fettstoffwechsel.

Bill Gates wird 60

Der amerikanische Unternehmer und Microsoft-Gründer William Henry Gates III (genannt Bill) feiert am 28. Oktober 2015 seinen 60. Geburtstag. Der seit 2013 wieder als reichster Mensch der Welt geltende Gates ist im Tierkreiszeichen Skorpion geboren und hat einen Krebs-Aszendenten. Somit ist das Wasser-Element das vorherrschende Element in seiner Radix, was ihn als sehr emotionalen, sensiblen, phantasievollen und kreativen Charakter ausweist. Die Wasser-Betonung im Horoskop ist aber unter anderem auch ein Hinweis darauf, dass bei diesem Menschen das Geld fliessen kann.

 

Die Skorpion-Sonne, die im 5. Haus und in Rezeption zum Löwe-Pluto steht, zeigt uns einen Menschen, der leidenschaftlich, zäh, willensstark, ungewöhnlich und extrem neugierig ist, und nicht ruht, bis er eine Lösung für eine Idee gefunden hat. Die Sonne im Horoskop eines Menschen zeigt ja den Weg seiner Selbstverwirklichung an, und hier sehen wir jemanden, der aussergewöhnliche, originelle, innovative Ideen hat (Sonne Quadrat Uranus) und Autoritäten nicht so ohne weiteres akzeptiert, denn er hält sich selbst für etwas Besonderes (Uranus in Löwe). Ebenso stark wie sein Drang nach Unabhängigkeit und sein Forschergeist ist aber auch der Drang nach finanzieller Macht ausgeprägt (Sonne beherrscht das Finanzhaus/Haus 2) und steht in Skorpion.

 

Mit seinem Krebs-Aszendenten (Herrscherplanet Mond) ist für Gates das Thema Familie sehr wichtig. Hieraus bezieht er emotionale Sicherheit. Das bezieht sich nicht nur auf seine eigene Familie (er ist verheiratet und hat 3 Kinder), sondern auch auf die gesamte Microsoft-„Familie“, die ja gewissermaßen sein Baby ist und die er lange geleitet hat. Menschen mit einem Krebs-Aszendenten haben auch oft die Fähigkeit, sich ganz in eine Sache zu vertiefen, sei es die eigene Familie oder aber eine Geschäftsidee. Sie sind aber auch sehr subjektiv, bisweilen launenhaft, die eigenen Bedürfnisse stehen im Vordergrund. Charakteristisch ist für viele ein rundes, weiches, offenes „Mondgesicht“, sie strahlen eine kindliche Spontaneität und Wärme aus.

 

Gates‘ Mondposition im Horoskop ist Widder im 10. Haus. Das heisst, er fühlt sich wohl, wenn er in seiner Umgebung anregend und aktivierend wirken kann, ist sehr ungeduldig und vorlaut, kann nichts abwarten, ist neugierig, undiplomatisch, will selbständig und unabhängig sein und erringt damit gleichzeitig eine gewisse Popularität und öffentliche Anerkennung. Er will auch keine Schwäche zeigen, muss immer etwas tun und aktiv sein, ist spontan in seinen Gefühlsäußerungen und in gewisser Weise naiv. Die Mondstellung im 10. Haus weist auch auf Ehrgeiz, Ausdauer, Leistungswillen und Verantwortungsbewusstsein hin, Gates will auf zumindest einem Gebiet der Beste sein. Da der Mond im Horoskop von Bill Gates ja ausserdem Geburtsherrscher (= Herrscher des Aszendenten) ist, braucht dieser Mann die Öffentlichkeit für seine Selbstverwirklichung, denn sein Lebenswerk steht mit seiner ganzen Person und Persönlichkeit in Verbindung. Mit dem Geburtsherrscher im 10. Haus muss er sich beruflich verwirklichen und aufgrund dieser Erfolgskonstellation eine wichtige Rolle für die Gesellschaft spielen.

 

Im Horoskop eines Mannes verkörpert der Mond auch die Frau bzw. sein Frauenbild, daher sucht ein Mann mit Widder-Mond in 10 eine aktive, selbständige, willensstarke Frau, mit der er beruflich zusammenarbeiten kann (tatsächlich ist Gates‘ Frau Melinda Programmiererin und war vor ihrer Ehe Projektmanagerin bei Microsoft Bob). Die Partnerin wird auch über den Deszendenten ausgedrückt: Das Zeichen Steinbock steht hier für eine Partnerin, die Stärke, Stabilität und Sicherheit gewährt. Dies scheint Melinda Gates zu verkörpern.

 

Weitere wichtige Planeten im Horoskop von Bill Gates sind die Konjunktion zwischen Jupiter und Pluto in Löwe im 3. Haus sowie die Konjunktion zwischen Venus und Saturn in Skorpion im 5. Haus, die Teil eines Erfolgstrigons mit Aszendent und MC ist.

 

Jupiter/Pluto verleiht ein tiefes Vertrauen in die Schicksalskräfte, sowie die Fähigkeit, durch Krisen zu Erkenntnis und Weisheit zu finden. Diese Planetenverbindung kann eine starke Überzeugungskraft und Charisma verleihen, könnte aber auch bedeuten, dass man die Meinung anderer nicht gelten lässt, dafür sich selbst aber zu 100% treu bleibt. Jupiter/Pluto, in günstiger Position und Aspektierung, heisst aber auch, richtig viel Geld zu haben.

 

Mit Saturn in Skorpion in 5 bringt Gates Ausdauer und Hartnäckigkeit mit, es gibt aber auch eine Machtthematik, sowie möglicherweise ein zwanghaftes Profilierungsgebaren, aber er kann auch unter Druck die besten Leistungen erbringen. Das Trigon zum MC bezeichnet den Hang zum unermüdlichen Arbeiten, ein hoher Ehrgeiz verleiht Gates zudem ungewöhnliche Kräfte und Energien, zielgerichtete Leistungsbereitschaft und Organisationstalent, er zeigt aber auch eine gewisse Härte zu sich selbst und zu anderen, damit er die Früchte seiner Arbeit ernten kann, was ihm dank der Konjunktion mit Venus auch gelingt und ihn zu geschäftlichem und finanziellem Erfolg führt.

 

Bleibt noch ein weiterer Charakterzug: die soziale Gesinnung des Bill Gates, erkenntlich sowohl am Krebs-Aszendenten als auch am Fische-MC. Zusammen mit seiner Frau Melinda hat er die Stiftung Bill & Melinda Gates Foundation gegründet, die über ein geschätztes Vermögen von annähernd 29 Milliarden US-Dollar verfügt und bis heute etwa 7,5 Milliarden US-Dollar des Privatvermögens der Familie Gates für wohltätige Zwecke gespendet hat, meist für die Bereitstellung von Impfstoffen und für diverse Gesundheitsprojekte in Entwicklungsländern in Afrika und Asien. Bis zu seinem Tod will Gates nach eigenen Aussagen 90 bis 95 Prozent seines Gesamtvermögens spenden, „lediglich“ 0,02 % davon wird er jedem seiner Kinder zukommen lassen: nämlich je 10 Millionen US-Dollar.

 

Im Juni 2010 startete Gates zusammen mit Warren Buffet die Initiative The Giving Pledge, in der die US-amerikanischen „Superreichen“ Geld an wohltätige Zwecke spenden sollten.

 

Wir wünschen Bill Gates zu seinem runden Geburtstag alles Gute und noch ein langes, spendenfreudiges Leben.