Über die Astrologie

 
 

Astrologie ist die Lehre von den Sternen und ein Deutungsinstrument mit Hilfe von Analogien. Analogie ist das Hermetische Prinzip in der Astrologie: „Wie oben - so unten“ (Hermes Trismegistos in der „Tabula Smaragdina“). In dieser hat der ägyptische Astrologe, der ca. 1900 v.C. tätig war, seine Sprüche verewigt. Er sagt z.B. dass der Mensch sowohl vorbestimmt als auch selbstentscheidend ist, aber geprägt von der Zeitqualität, die zu seiner Geburt vorherrschte.

Der Ursprung der Astrologie stammt aus Mesopotamien und wurde in Ägypten, Griechenland, Arabien weiterentwickelt, bis sie schliesslich auch in Europa Verbreitung fand.

Nach alter Überlieferung gibt es eine Quantität und eine Qualität der Zeit. Die Quantität der Zeit wird an der Erdbewegung gemessen: eine Erddrehung um sich selbst (Rotation) entspricht einem Tag; ein Erdumlauf um die Sonne (Revolution) einem Jahr. Die Qualität der Zeit kann man fühlen, sie wird durch die Beziehung zwischen Planeten und der Erde definiert: Planetenkonstellationen sind Zeitqualität. Ein Mensch, der zu einer bestimmten Zeitqualität geboren wird, ist sein Leben lang von dieser Zeitqualität geprägt. Dinge, die zur gleichen Zeit stattfinden, haben etwas miteinander zu tun: Der bekannte Schweizer Psychoanalytiker Carl Gustav Jung nannte das „Synchronizität“.

In früheren Zeiten waren Astronomie und Astrologie eng miteinander verknüpft. Es gibt astronomische Sternbilder, die zum Großteil dieselben Namen tragen wie die astrologischen Tierkreiszeichen. Der Unterschied: die astronomischen Sternbilder befinden sich am siderischen Tierkreis und sind unterschiedlich groß, während die astrologischen, von denen jedes genau 30° umfasst, sich am tropischen (d.h. von den Jahreszeiten abhängigen) Tierkreis, der sogenannten Ekliptik, befinden, deren Beginn der „Widderpunkt“ darstellt (dort nimmt das astrologische Jahr seinen Ausgangspunkt). Aufgrund der Präzession (kreiselförmige Rotation der Erdachse als Folge der Gravitation) verschiebt sich der tropische Widderpunkt, der sich um das Jahr 0 noch mit dem siderischen deckte, alle 72 Jahre um 1°.

Und noch einen wichtigen Unterschied gibt es zwischen Astronomie und Astrologie: Die Astrologie arbeitet geozentrisch, d.h. auf die Erde bezogen. Das heisst aber nicht, dass Astrologen nicht wissen, dass sich die Sonne im Mittelpunkt unseres Planetensystems befindet, doch da die Menschen auf der Erde leben, werden die Planetenkonstellationen auf subjektiver Ebene von der Erde aus wahrgenommen und gedeutet.